Wesentlichkeitsanalyse

02

Wesentlichkeitsanalyse

Die doppelte Wesentlichkeitsanalyse hat unsere Denkweise verändert. Sie bringt uns dazu, Prozesse zu entwickeln, die unsere Nachhaltigkeitsleistung mit unserer finanziellen Leistung verbinden.

Die Identifizierung von Nachhaltigkeitsauswirkungen, -risiken und -chancen in unserer Wertschöpfungsketten-‚Heatmap‘, deren Quantifizierung und die Entwicklung entsprechender Pläne zu deren Minderung ist eine Sprache, die jeder im Unternehmen sprechen kann. Allein dadurch, dass wir regelmäßig allen internen und externen Stakeholdern zuhören, haben wir eine Strategie entwickelt, die wirklich inklusiv ist.

Samir Rouini
Sustainability Excellence and Reporting Manager

Um sicherzustellen, dass Hager die besten Verfahren im sozio-ökologischen Bereich umfassend einhält, und um zu gewährleisten, dass alle unsere Interessengruppen volles Vertrauen in unser Bekenntnis zur Nachhaltigkeit haben – einschließlich in die sich daraus ergebenden organisatorischen Strategien und Maßnahmen –, führen wir jährlich eine Wesentlichkeitsanalyse durch.

Wesentlichkeitsanalysen dienen dazu, die Umwelt-, Sozial- und Governance-Themen (ESG) zu bewerten, die für das berichtende Unternehmen und seine Stakeholder am relevantesten und wirkungsvollsten (d.h. wesentlich) sind. Hager führt eine doppelte Wesentlichkeitsanalyse durch, bei der sowohl die finanzielle Wesentlichkeit (also die Auswirkungen auf Hager) als auch die Wesentlichkeit der Auswirkungen (Auswirkungen von Hager auf die Menschen und unseren Planeten) berücksichtigt werden.

Dieser Prozess bildet das Herzstück der Nachhaltigkeitsberichterstattung. Er ist ein entscheidender Referenzwert für Hager, denn damit wird die Wirksamkeit unserer Entscheidungsfindung bewertet, und er dient als Leitfaden für künftiges Handeln. Für unsere Interessengruppen ist die Wesentlichkeitsanalyse ein deutlicher Beweis für unsere Ambitionen und Erfolge und damit für die Fortschritte, die wir bei der Gestaltung einer nachhaltigeren elektrischen Welt von morgen machen.

Dieser Prozess umfasst die aktive Zusammenarbeit in der gesamten Wertschöpfungskette und die Einbindung von Lieferanten, Kunden sowie anderen wichtigen Partnern bei der Bewertung und beim Umgang mit wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen. Durch die Förderung eines offenen Dialogs und gemeinsamer Verantwortung binden wir unterschiedliche Perspektiven und Fachwissen in unsere E3-Strategie (Ethics, Environment and Employees bzw. Ethik, Mitarbeiter und Umwelt; siehe an anderer Stelle in diesem Bericht) ein und stimmen diese eng mit den Erwartungen der Interessengruppen ab. Damit können wir Themen, die sowohl in finanzieller Hinsicht als auch aus dem Blickwinkel ihrer Auswirkungen wesentlich sind, priorisieren, was die Resilienz und Inklusivität des Unternehmens stärkt.

02.1

Methodologie

GRI 2-29 Allgemeine Angaben
GRI 3-1 und 3-2 Wesentliche Themen
ESRS 2 SBM-2 Abs. 45 und ESRS 2 IRO-1 Abs. 53 Allgemeine Angaben

Im Jahr 2023 haben wir unsere Methodologie für die doppelte Wesentlichkeitsanalyse überarbeitet, um eine Übereinstimmung mit den Richtlinienanforderungen der CSRD (Corporate Sustainability Reporting Directive) sicherzustellen. Der überarbeitete Ansatz stützt sich auf die Materiality Assessment Implementation Guidance (Orientierungshilfen zur Umsetzung der Wesentlichkeitsanalyse), die von der European Financial Reporting Advisory Group (EFRAG) im Dezember 2023 veröffentlicht wurde.

Da wir die Methodologie bereits an den CSRD-Anforderungen ausgerichtet hatten, waren 2024 keine grundlegenden Änderungen erforderlich. In diesem Jahr wurde die Analyse jedoch weitergeführt, indem die Granularität der Analyse angehoben wurde – insbesondere durch die Einbeziehung von ESRS-Unterthemen und -Unter-Unterthemen in den Prozess der Ermittlung von Auswirkungen und der finanziellen Wesentlichkeit.

Bei der Methodologie der Wesentlichkeitsanalyse handelt es sich um einen vierstufigen Prozess: Verständnis, Ermittlung, Bewertung und Finalisierung.

01

Verständnis

Verständnis der Beziehungen zwischen dem Unternehmen und seinem Nachhaltig­keits­kontext sowie den Beziehungen zu seinen Interessengruppen.

02

Ermittlung

(Heatmap der Wertschöpfungskette)

Ermittlung relevanter Nachhaltigkeitsthemen bei Hager und in der gesamten Wert­schöpfungs­kette.

03

Bewertung

Bewertung der Auswirkungen und der finanziellen Wesentlichkeit der Auswirkungen, Risiken und Chancen (Impacts, Risks and Opportunities – IROs) für die Nachhaltigkeit in unserer gesamten Wertschöpfungskette.

04

Finalisierung und Validierung

Festlegung der wichtigsten (wesentlichen) Themen, die für den Betrieb von Hager relevant sind.

02.1.1

Phase 1 Verständnis

02.1.1.1

Verständnis des Unternehmenskontexts

Wir haben unsere Geschäftstätigkeit überprüft, einschließlich der Tätigkeitsbereiche, der Entwicklung der Wertschöpfungskette und der wichtigsten Treiber der Wertschöpfung. Diese umfassende Bewertung umfasst vorgelagerte, eigene und nachgelagerte Aktivitäten und gewährleistet eine ganzheitliche Perspektive, die mit den strategischen Prioritäten im Einklang steht.

Für das Berichtsjahr basieren unsere Nachhaltigkeitsdaten in erster Linie auf unserer Bewertung für 2022. Wir haben diese jedoch durch aktualisierte Informationen ergänzt, um Details zu den jüngsten Akquisitionen aufzunehmen.

02.1.1.2

Abbildung und Einbindung der Interessengruppen

Die Abbildung und Einbindung von Interessengruppen ist ein wichtiger nächster Schritt. Für das Verständnis unserer Nachhaltigkeitsauswirkungen ist es unerlässlich, dass wir ein klares Bild von allen unseren Interessengruppen, ihren Interessen und der Dynamik ihrer Interaktion mit unserer kollaborativen Wertschöpfungskette haben. Die Untersuchung des Einflusses erfolgt nach Interessengruppen, um eine umfassende Abstimmung über die gesamte Wertschöpfungskette sicherzustellen.

Unsere Interessengruppen sind wie folgt gegliedert:

Mitglieder der Familie Hager

Familienmitglieder von Hager fungieren als wichtige Interessengruppen und Hauptaktionäre des Unternehmens. Sie gestalten die langfristige Vision und Strategie für Hager aktiv mit. Durch ihre Einbindung wird sichergestellt, dass die Geschäftstätigkeit in verantwortungsvollem Unternehmertum, nachhaltigem Wachstum und generationenübergreifender Kontinuität verankert bleibt.

Die Einbindung der Familie erfolgt in Form von ordentlichen Aufsichtsratssitzungen – zwei von sechs Aufsichtsratsmitgliedern sind Familienvertreter – sowie durch Aktionärsversammlungen, durch Gespräche zum Thema Nachhaltigkeit und den sonstigen informellen Austausch.

Kunden

Als Unternehmen, welches sich konsequent der Kundenorientierung als Wachstumsmotor verschrieben hat, sind unsere Kundenbeziehungen ein zentraler Schwerpunkt. Nachhaltigkeit in Bezug auf die Umwelt ist ein Thema, bei dem Hager über eine Reihe von Kanälen mit seinen Kunden in Kontakt tritt, einschließlich durch Kundenmessen, über Key Account Manager, die für den Kundenservice zuständig sind, durch Kundenanfragen oder umweltbezogene Partnerschaften.

Lieferanten

Für Hager ist diese Komponente unserer Wertschöpfungskette für eine erfolgreiche Belieferung unserer Kunden entscheidend. Starke Lieferantenpartnerschaften stützen unsere Geschäftstätigkeit. Eine partnerschaftliche Denkweise stellt sicher, dass diese Beziehungen für beide Seiten von Vorteil sind. Die konzernweite Einbindung von Nachhaltigkeit wird durch Schulungs- und Sonderprojekte, Audits vor Ort und ein laufendes Beziehungsmanagement unterstützt.

Angestellte und Sozialpartner

Unsere Angestellten und deren Angehörige sowie die sozialen Netzwerke, denen sie angehören, sind – unabhängig von Alter, Rolle, Standort und den diversen Identitäten – das wichtigste Gut, das Hager besitzt. Die Gesundheit und Sicherheit, das Wohlergehen und die berufliche Weiterentwicklung unserer Mitarbeiter sind ein wesentlicher Bestandteil unserer Resilienz als Organisation.

Wir binden unsere Mitarbeiter auf vielfältige Art und Weise ein. Dazu gehören die jährlichen Entwicklungsgespräche und -umfragen, Ausbildung, persönliche und berufliche Weiterentwicklungsmöglichkeiten, Tarifverhandlungen, der Dialog mit Betriebsräten und anderen Vertretungsorganen sowie die Hager Awards, mit denen Innovationen, die nachhaltiges Wachstum in unserer gesamten Wertschöpfungskette vorantreiben, gewürdigt und ausgezeichnet werden.

Nachhaltigkeit endet nicht beim Hersteller. Die doppelte Wesentlichkeitsanalyse macht deutlich, wie wichtig eine Zusammenarbeit entlang der gesamten Lieferkette ist – mit klaren Daten, gemeinsamen Standards und einem offenen Austausch.

Christopher Hatz
Sustainability Manager,
Alexander Bürkle1

Regierung und Zivilgesellschaft

Wir interagieren mit Regierungen und Gruppen aus der Zivilgesellschaft auf der ganzen Welt zu einer Vielzahl von politischen und regulatorischen Themen. Wir geben Entscheidungsträgern Einblicke in die Art und Weise, wie unsere Produkte und Technologien den Übergang zu einer kohlenstoffarmen Gesellschaft unterstützen, und setzen uns für verstärkte Investitionen in Stromverteilernetze, den Transport, industrielle Prozesse sowie die städtische Infrastruktur als effektive politische Maßnahme für die Dekarbonisierung ein.

Gemeinschaft

Die Gemeinschaften, denen wir mit Stolz angehören, bilden das Fundament unserer Geschäftstätigkeit. Das Wohlergehen unserer Gemeinschaften wird durch Einbindung, Beratung, Dialog mit den Organisationen dieser Gemeinschaften, Beiträge zu Gemeinschaftsinitiativen, Spenden an wohltätige Einrichtungen und strukturiertere Aktivitäten sichergestellt, die unter der Schirmherrschaft der Peter und Luise Hager-Stiftung durchgeführt werden (weitere Informationen dazu finden sich im Abschnitt Ethik dieses Berichts).

Natur

Wir betrachten die Natur als eine stille Interessengruppe, deren Gesundheit für die Resilienz unserer Geschäftstätigkeit und der Gesellschaft unerlässlich ist. Durch unseren – wenn auch nur indirekten – Einsatz für die Natur möchten wir unsere Umweltbilanz verbessern, die Artenvielfalt schützen und den Übergang zu einer nachhaltigeren Wirtschaft unterstützen, die im Einklang mit unseren langfristigen Wertschöpfungszielen steht.

Die Einbindung der Natur erfolgt über verschiedene Stellvertreter, darunter durch die Zusammenarbeit mit Sachverständigen für Nachhaltigkeit und wissenschaftlichen Einrichtungen, durch unsere Dekarbonisierungs-Verpflichtungen im Rahmen der Science Based Targets initiative (SBTi), die Durchführung von Folgenabschätzungen zur Biodiversität und die fortlaufende Überwachung der Umweltverschmutzung.

Interessengruppen / Funktionen

Art der Interessen­gruppe gemäß ESRS
(Benutzer /
Betroffene)

Klassifizierung der Interessengruppen
(extern / intern)

Interaktion

Mitglieder der Familie Hager

betroffen

intern

direkt

Angestellte

betroffen

intern

direkt

Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette

betroffen

extern

Vertreter

Geschäftspartner und Lieferanten

beide

extern

direkt

Verbraucher und Endnutzer

betroffen

extern

direkt

Lokale Gemeinschaften

betroffen

extern

Vertreter

NGO, Initiativen und Vereinigungen

beide

extern

Vertreter

Behörden und Regulierungsbehörden

beide

extern

Vertreter

Natur (stille Interessengruppe)

betroffen

extern

Vertreter

Investoren*

Nutzer

extern

keine

Kreditgeber

Nutzer

extern

Vertreter

Finanzinstitute

Nutzer

extern

Vertreter

Akademiker und Analysten

Nutzer

extern

direkt

* Hager als Familienunternehmen hat keine externen Investoren. Investitionen werden intern durch Umsatzerlöse finanziert.

02.1.2

Phase 2 Ermittlung

02.1.2.1

Identifizierung von Nachhaltigkeitsthemen

Der erste Schritt in der Identifizierungsphase besteht darin, eine erste Bestandsaufnahme durchzuführen, um zu ermitteln, welche Nachhaltigkeitsthemen für Hager potenziell von Bedeutung sind. Diese Bewertung basiert auf unserem Branchenkontext, dem Geschäftsmodell, unserer geografischen Präsenz und den Erwartungen unserer Interessengruppen.

Ziel ist es, einen umfassenden Überblick über alle einschlägigen Nachhaltigkeitsthemen zu erhalten, einschließlich u. a. über jene, die im Rahmen des ESRS ausdrücklich enthalten sind. Damit wird sichergestellt, dass kein wesentlicher Punkt übersehen wird.

Zum Quellmaterial für diesen Schritt gehören interne Nachhaltigkeits- und Finanzberichte, externe behördliche Rahmenwerke (z.B. ESRS, GRI), Branchenrecherchen, Datenbanken Dritter und Wesentlichkeitsanalysen von vergleichbaren Unternehmen. Darüber hinaus fließen Erkenntnisse aus der Einbindung der Interessengruppen ein, um die Vollständigkeit der Bewertung zu verbessern.

Die eingesetzten Quellen lassen sich in drei Kategorien unterteilen:

branchenunabhängig

(allgemein anwendbar)

branchenspezifisch

(relevant für die Elektro- und Energiebranchen)

unternehmensspezifisch

(für den Betrieb von Hager und unsere Wertschöpfungskette einzigartig)

ESRS Europäische Standards für die Nachhaltigkeitsbericht­erstattung, Juli 2023

SASB Elektro- & Elektronikgeräte Standards 2018

Nachhaltigkeitsbericht 2023 von Hager

GRI Global Reporting Standard 2021

GRI Global Reporting Standard 2021

DNK Deutscher Nachhaltigkeitskodex 2022

Initiative Nachhaltigkeit für Elektronik

World Economic Forum
The Global Risks Report 2023

MSCI (ESG-Wesentlichkeitskarte der Branche)

Analyse von vergleichbaren Unternehmen / Referenzwerten

  • ABB Integrierter Bericht 2024
  • Eaton Nachhaltigkeitsbericht 2023
  • Schneider Electric Nachhaltigkeitsbericht 2024
  • Legrand Integrierter Bericht 2024

Zunächst wird eine vollständige Liste von Themen erstellt, die diese Kategorien abdecken. Diese Liste umfasste in unserem Fall mehr als 400 Einträge, die anschließend zu 21 potenziellen Nachhaltigkeitsthemen zusammengefasst wurden – diese Granularitätsstufe entspricht den Anforderungen gemäß den ESRS.

Um die Granularität unserer Bewertung zu erhöhen und uns an den ESRS-Themenstandards auszurichten, haben wir die in der Liste aufgeführten Nachhaltigkeits- und wesentlichen Themen angepasst.

Die Liste der in die engere Wahl gekommenen Nachhaltigkeitsthemen bleibt unverändert, mit Ausnahme der Produktnachhaltigkeit3, die weggelassen wurde. Insgesamt sind es demnach 20 Themen. Um eine präzisere Wesentlichkeit der Daten zu gewährleisten, wurden die bisherigen allgemeinen Themen in spezifischere Themen unterteilt (die allgemeine Umweltverschmutzung wurde in drei unterschiedliche Nachhaltigkeitsthemen aufgeschlüsselt: Umweltverschmutzung Luft, Umweltverschmutzung Boden, Umweltverschmutzung Wasser).

Die 20 Nachhaltigkeitsthemen, die für die Geschäftstätigkeit von Hager als relevant ermittelt wurden, sind:

Umwelt

  • Klimaschutz und Anpassung
  • Energie
  • Umweltverschmutzung (Luft)
  • Umweltverschmutzung (Boden)
  • Umweltverschmutzung (Wasser)
  • Besorgniserregende (und besonders besorgniserregende) Stoffe
  • Wasser
  • Meeresressourcen
  • Biodiversität und Ökosysteme
  • Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft
  • Abfall

Soziales

  • Einbindung der Mitarbeiter und Arbeitnehmerrechte
  • Gewinnung, Schulung und Weiterentwicklung von Talenten
  • Gesundheitsschutz und Sicherheit
  • Diversität und Inklusion
  • Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette
  • betroffene Gemeinschaften
  • Produktsicherheit

Unternehmensführung

  • Unternehmenspolitik
  • Datensicherheit

Wir brauchen starke, vertrauensvolle Partnerschaften, um gemeinsam innovative Lösungen für die großen Herausforderungen zu entwickeln, vor denen unsere Branche steht.

Das bedeutet für uns, Intelligenz in Gebäude zu bringen – in einer Art und Weise, die wirtschaftlich tragfähig sowie zukunftsfähig ist und einen echten Wert für Mensch und Umwelt darstellt.

Stephan Thoenissen,
Head of Sustainability ESG, LEG Management GmbH2

02.1.2.2

Heatmap der Wertschöpfungskette

In der Ermittlungsphase erstellen wir auch eine Heatmap der Wertschöpfungskette, um ermitteln zu können, an welcher Stelle in unserer Geschäftstätigkeit die größten Auswirkungen auf die Nachhaltigkeit sowie Risiken und Chancen (IRO) auftreten könnten.

Diese Analyse umfasst die gesamte Wertschöpfungskette, einschließlich vorgelagerter und nachgelagerter Aktivitäten, und gibt frühzeitige Einblicke in Bereiche, in denen die Nachhaltigkeitsthemen am stärksten konzentriert sein könnten. Aus unserer Sicht war dieser Schritt von entscheidender Bedeutung, um die IRO-Bewertung zielgerichtet und ressourcenschonend zu lenken.

Durch die frühzeitige Ermittlung potenzieller Hotspots können wir festlegen, wann wir unsere Sorgfaltspflicht vertiefen und Interessengruppen intensiver einbinden müssen. Dieser Ansatz lässt uns verstehen, an welcher Stelle wir am ehesten mit regulatorischen Risiken, sensiblen Themen für unsere Reputation oder Auswirkungen auf Geschäftsmodelle in Bezug auf ökologische und soziale Belange konfrontiert werden.

02.1.3

Phase 3 Bewertung

02.1.3.1

Auswirkungen, Risiken und Chancen (IRO)

Der nächste Schritt besteht darin, eine strukturierte Bewertung der tatsächlichen und potenziellen Auswirkungen – sowohl positiver als auch negativer Art – sowie aller damit verbundenen Risiken und Chancen für jedes von uns ermittelte Nachhaltigkeitsthema durchzuführen. Unsere eingehende Analyse erfolgte im Einklang mit den ESRS-Unterthemen sowie -Unter-Unterthemen.

Jedes Thema wurde einzeln geprüft, um festzustellen, ob die damit verbundenen Auswirkungen, Risiken und Chancen

  • tatsächlicher bzw. potenzieller Art oder beides sind (in Fällen, in denen es Hinweise auf aktuelle Auswirkungen und eine vernünftige Wahrscheinlichkeit für künftige Ereignisse gibt)
  • negativ oder positiv sind
  • betrieblicher, regulatorischer oder reputationsbezogener Art sind
  • wahrscheinlich negative Auswirkungen auf die Menschenrechte haben
  • kurz-, mittel- oder langfristige Auswirkungen auf die Umwelt haben werden

Die Bewertung der ermittelten IRO folgt einem dreistufigen Ansatz:

  • Zu Beginn identifizieren wir mögliche IROs über alle 20 wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen hinweg. Grundlage hierfür sind interne Berichte, Branchenpublikationen, wissenschaftliche Studien und Nachhaltigkeitsdatenbanken. Die Ergebnisse bilden eine wertvolle Grundlage für die weitere Validierung und Verfeinerung durch Experteninterviews.
  • Anschließend werden Experteninterviews durchgeführt, um die IRO-Liste zu verfeinern und Informationen über die Schwere/das Ausmaß und die Wahrscheinlichkeit jedes einzelnen Problems zu erhalten. Die durch Sekundärforschung identifizierten IROs dienen als Grundlage für Gespräche mit den Experten, die aufgefordert wurden, diese zu hinterfragen und die Liste bei Bedarf zu ergänzen.

    Insgesamt wurden 20 Interviews durchgeführt, 14 interne und sechs externe, in denen die Experten ihr Wissen zu ausgewählten Themen teilten. Die Experten wurden aufgrund ihrer Kompetenz in Nachhaltigkeitsfragen ausgewählt. In einigen Fällen wurden die Experten nur gebeten, ein Nachhaltigkeitsthema zu erörtern, in anderen Fällen teilten sie ihr Wissen zu mehreren Themen.

    Dieser kombinierte Ansatz stellt sicher, dass unsere Identifizierung von IROs sowohl umfassend als auch evidenzbasiert ist. Außerdem ermöglicht er die Validierung von Kausalzusammenhängen zwischen identifizierten Auswirkungen und damit verbundenen finanziellen Risiken oder Chancen.

  • Integration der Sorgfaltspflicht
    Die Verfahren bei Hager zur Erfüllung der Sorgfaltspflicht werden systematisch in den Prozess der Ermittlung von IRO integriert. Zu diesen Verfahren gehören die laufende Überwachung von Risiken, Lieferkettenbewertungen, der Beschwerdemechanismus und ESG-Evaluierungen, die über unsere gesamte Wertschöpfungskette hinweg erfolgen und zu den umfassenderen Rahmenwerken der Nachhaltigkeits-Governance gehören.

    Erkenntnisse aus den Sorgfaltsprüfungen wurden zur Ermittlung tatsächlicher nachteiliger Auswirkungen genutzt, die man durch eine reine Befragung von Sachverständigen und die Einbindung der Interessengruppen nicht hätte ermitteln können, insbesondere in Bezug auf komplexe Risiken der Wertschöpfungskette (z. B. Arbeitsbedingungen, Umweltschäden).

    Diese Sorgfaltsprüfungen unterstützen die Verifizierung potenzieller Auswirkungen und ermöglichen eine Bewertung von Schweregrad, Ausmaß und Unabänderlichkeit, insbesondere in Fällen, die Menschenrechte betreffen. Die Sorgfaltsuntersuchungen bilden auch die Grundlage für die laufende Überwachung und Überprüfung der IRO. Sie gewährleisten, dass die Bewertung der Wesentlichkeit unserem dynamischen Risikopotenzial und dem sich entwickelnden Nachhaltig­keits­kontext entspricht.

02.1.3.2

Bewertung der Wesentlichkeit der Auswirkungen

Zur Bewertung der Wesentlichkeit der Auswirkungen der ermittelten Nachhaltigkeitsthemen haben wir als Nächstes einen strukturierten Evaluierungsprozess durchgeführt.

Im Mittelpunkt steht dabei die Evaluierung jeder Auswirkung anhand zweier Dimensionen: Schweregrad und Wahrscheinlichkeit des Eintretens. Die Bewertung des Schweregrads erfolgt anhand der folgenden drei Unterkriterien, die mit den ESRS-Orientierungshilfen zur Wesentlichkeit im Einklang stehen:

  • Ausmaß: die Schwere oder der Schweregrad der Auswirkungen
  • Umfang: das Ausmaß oder die Anzahl der betroffenen Menschen, Ökosysteme bzw. geografischen Regionen
  • Unabänderlichkeit: der Umfang, in dem die Auswirkungen gemindert, rückgängig gemacht oder behoben werden können

Die Wahrscheinlichkeit wurde dahin gehend bewertet, wie wahrscheinlich es ist, dass aufgrund der Handlungen von Hager eine Auswirkung eintritt, jeweils unter Berücksichtigung sowohl der internen Betriebe als auch der Abhängigkeiten in der Wertschöpfungskette.

Jedes Kriterium wird anhand einer Skala von eins bis vier bewertet, wobei vier den höchsten Schweregrad bzw. die höchste Wahrscheinlichkeit darstellt. Diese Punktzahl gewährleistet eine themenübergreifende Vergleichbarkeit und bietet eine konsistente, transparente Grundlage für die Analyse der Wesentlichkeit der Auswirkungen.

Gemäß ESRS 1 Abs. 54 wird für jede Auswirkung mit potenziell nachteiligen Folgen für die Menschenrechte automatisch der höchste Schweregrad-Score von vier zugewiesen. Dieser Ansatz entspricht der Vorgabe des ESRS, dass in solchen Fällen der Schweregrad höher einzustufen ist als die Eintrittswahrscheinlichkeit. Damit wird der Tatsache Rechnung getragen, dass auch Menschenrechtsverletzungen, deren Eintrittswahrscheinlichkeit gering ist, aufgrund ihres potenziellen Schweregrads und der Unumkehrbarkeit dringender Aufmerksamkeit bedürfen.

Kriterien für die Bewertung der Wesentlichkeit von Auswirkungen

02.1.3.3

Bewertung der finanziellen Wesentlichkeit

Zur Bewertung der finanziellen Wesentlichkeit wird jedes Nachhaltigkeitsthema auf seine potenziellen finanziellen Auswirkungen und die Wahrscheinlichkeit des Eintretens dieser Auswirkungen geprüft. Im Gegensatz zur Wesentlichkeit der Auswirkungen wird bei der finanziellen Wesentlichkeit nicht zwischen den einzelnen Stufen der Wertschöpfungskette unterschieden, da davon ausgegangen wird, dass sich die finanziellen Auswirkungen direkt auf Hager auswirken.

Risiken und Chancen werden dann in die Kategorien Betrieb, Verordnungen bzw. Reputation unterteilt. Als Nächstes erfolgt eine Bewertung des jeweiligen Zeithorizonts (kurz-, mittel- oder langfristig) bezüglich potenzieller Auswirkungen auf die finanzielle Lage, Cashflows, Zugang zu Finanzmitteln und Kapitalkosten.

Dann kommen zwei weitere Kriterien zur Anwendung: die Wahrscheinlichkeit und das Ausmaß. Während die Wahrscheinlichkeit angibt, wie wahrscheinlich es ist, dass das finanzielle Risiko eintritt, beschreibt die Größenordnung das Ausmaß des Risikos. Wie bei der Folgenabschätzung werden nun auch weitere Sekundärforschung und die ESG-Bewertung aus der Stakeholder-Engagement-Phase berücksichtigt. Die daraus resultierende Punktzahl (Score) ergibt sich aus der folgenden Gleichung.

Kriterien für die Bewertung der finanziellen Wesentlichkeit von Auswirkungen

02.1.3.4

Bewertungen von Nachhaltigkeitsthemen

Die sowohl im Hinblick auf die Auswirkungen als auch bei der Bewertung der finanziellen Wesentlichkeit eingesetzte Scoring-Methodologie umfasst bis zu sechs verschiedene Scores (Punktebewertungen) für jedes Nachhaltigkeitsthema. Bei der Wesentlichkeit der Auswirkungen stehen diese Scores für eine Kombination aus tatsächlichen und potenziellen Auswirkungen über die folgenden drei Stufen der Wertschöpfungskette hinweg: vorgelagert, eigener Betrieb und nachgelagert. Bei der finanziellen Wesentlichkeit spiegeln diese Scores eine Kombination aus Risiken und Chancen in den folgenden drei Kategorien wider: Betrieb, Verordnungen und Reputation.

Um einen vorsorglichen und risikobewussten Ansatz zu gewährleisten, wird die höchste der sechs Bewertungen herangezogen, um die Gesamtbedeutung jedes Nachhaltigkeitsthemas zu bestimmen.

Dies spiegelt den Grundsatz wider, dass bereits ein einzelnes Ereignis mit erheblichen Auswirkungen – unabhängig davon, an welcher Stelle der Wertschöpfungskette es auftritt – eine Priorisierung im Rahmen der Sorgfalts- und Offenlegungspflichten gemäß ESRS rechtfertigen kann. Der gleiche Grundsatz gilt für Menschenrechtsfragen, bei denen die Schwere Vorrang hat.

02.1.3.5

Matrix zur doppelten Wesentlichkeitsanalyse

1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20

02.1.4

Phase 4 Finalisierung und Validierung der wesentlichen Themen

Zur Definition der Wesentlichkeit legen wir einen Schwellenwert für die Bewertung der verschiedenen Nachhaltigkeitsthemen fest, ab dem ein Thema als wesentlich gilt, wenn es anhand von vier Kriterien als wesentlich bewertet wird: positive oder negative Auswirkungen, Risiko oder finanzielle Wesentlichkeit. In diesem Schritt definieren wir den Schwellenwert und die dahinterstehende Begründung.

Bei der Wesentlichkeit der Auswirkungen beträgt der Schwellenwert 2,6 (Gesamtscore) und bei der finanziellen Wesentlichkeit liegt er bei 2,2 (Gesamtscore). Der Schwellenwert zur Ermittlung der meisten wesentlichen Themen wurde auf Grundlage der strategischen und geschäftlichen Bedeutung festgelegt. Dabei erfolgt die Festlegung des Schwellenwerts so, dass die Themen, sobald sie darüber liegen, ein wesentliches Risiko darstellen, erhebliche Chancen eröffnen oder für die Erreichung unserer Nachhaltigkeits- und Unternehmensziele entscheidend sind.

Dadurch können sich die Bemühungen der Berichterstattung auf Themen konzentrieren, die aktives Management und Offenlegung erfordern.

Diese Bewertung führte dazu, dass neun der 20 Themen aufgrund ihrer Auswirkungen auf Wirtschaft, Umwelt und Menschen, einschließlich Menschenrechte, für den Betrieb von Hager, unsere Wertschöpfungskette und unsere nachgelagerten Aktivitäten als wesentlich eingestuft wurden.

Matrix der doppelten Wesentlichkeitsanalyse

02.2

Wichtigste Erkenntnisse

Der Ansatz für Nachhaltigkeit und verantwortungsvolle Geschäftsführung von Hager basiert auf der fortlaufenden Ermittlung und Steuerung von wesentlichen Themen, Auswirkungen, Risiken und Chancen (IRO). Diese Bemühungen sind in unserer E3-Strategie – Ethics, Environment and Employees – verankert, die unsere Unternehmensführung, Innovationen und die Einbindung der Interessengruppen prägt.

Hager unterstreicht die Bildung einer kollaborativen Wertschöpfungskette durch transparente Partnerschaften mit Lieferanten sowie Interessengruppen, um gemeinsam Lösungen zu entwickeln, die die Dekarbonisierung unterstützen und Umwelt- sowie Sozialstandards einhalten.

Im Rahmen unseres Blue Planet Commitment (siehe an anderer Stelle des Berichts) werden bei Hager die Prinzipien von Ressourceneffizienz, Kreislaufwirtschaft und kohlenstoffarmer Innovation in die Produktentwicklung integriert. Instrumente wie Lebenszyklusanalysen und Ökodesign werden einerseits eingesetzt, um die Umweltauswirkungen zu reduzieren, und sollen andererseits die Nachhaltigkeitsleistung in der gesamten Wertschöpfungskette verbessern.

Produktsicherheit wird als grundlegende ethische Verpflichtung sowie als Verpflichtung gegenüber den Kunden behandelt. Hager unterhält rigorose interne Kontrollen und arbeitet eng mit seinen Lieferanten zusammen, um Risiken frühzeitig zu ermitteln und einzudämmen. Dazu gehören auch unsere Bemühungen, besorgniserregende Stoffe abzuschaffen und die Einhaltung behördlicher Vorschriften sicherzustellen. Unser neues Programm „Human Sustainability“, das vollständig auf unsere Zielvorgaben im Projekt 2030 abgestimmt ist, fördert das Wohlergehen, die Inklusion und die Kompetenzentwicklung der Angestellten. Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz werden durch ein zentrales Governance-Modell und proaktive Initiativen zur Sicherheitskultur in den Mittelpunkt gerückt. Dazu gehören auch die Themen der verhaltensbasierten Sicherheit (Behavior-Based Safety; BBS) und des Risikomanagements.

Zusammen spiegeln diese Initiativen das Engagement von Hager wider, Nachhaltigkeit in unseren langfristigen Transformationsprozess zu integrieren, gemeinsame Werte für unsere Interessengruppen zu schaffen und gleichzeitig unsere sozialen und ökologischen Ziele voranzutreiben.

Kreislaufwirtschaft beginnt mit dem Produktdesign. Bauherren müssen heute darüber nachdenken, wie Materialien in 30 oder 50 Jahren recycelt oder wiederverwendet werden können.

Diese langfristige Perspektive ist gerade in der Fertigbauweise, die unsere Branche prägt, unerlässlich. Es ist erfreulich, dass sich Unternehmen wie Hager frühzeitig mit diesen Themen befassen und damit wichtige Impulse für die weitere Entwicklung nachhaltiger Baukonzepte setzen.

Georg Lange
Managing Director, Bundesverband Deutscher Fertigbau4

01

Übernahme von Verantwortung und Führungsrolle bei der Bekämpfung des Klimawandels

Projekt 2030
Programm zur ökologischen Nachhaltigkeit

02

Förderung einer Unternehmenskultur mit Fokus auf Zusammenarbeit, Weiterbildung und Innovation

Projekt 2030
Organisatorische Resilienz Programm „Human Sustainability“

03

Vorreiterrolle in der Energiewende, Kreislaufwirtschaft und beim Umgang mit bedenklichen (und besonders bedenklichen) Stoffen

Projekt 2030
Programm zur ökologischen Nachhaltigkeit

04

Sicherstellung eines sicheren und gesunden Arbeitsumfelds

Projekt 2030
Organisatorische Resilienz Programm „Human Sustainability“

Alexandar Bürkle, einer unserer Geschäftspartner, wurde im Zuge der Finalisierung und Validierung der Ergebnisse der Doppelten Wesentlichkeitsanalyse (DMA) hinzugezogen. Ihr Beitrag hat uns dabei geholfen, unsere Bewertung an den Erwartungen der Interessengruppen auszurichten. Weitere Informationen über Alexandar Bürkle finden Sie unter: https://web.alexander-buerkle.com/de.

Das LEG Management, einer unserer Geschäftskunden, wurde im Zuge der Finalisierung und Validierung der Ergebnisse der doppelten Wesentlichkeitsanalyse (DMA) hinzugezogen. Dieser Beitrag hat uns dabei geholfen, unsere Bewertung an den Erwartungen der Interessengruppen auszurichten. Weitere Informationen zu LEG Management finden Sie unter: https://www.leg-wohnen.de.

Das Thema „Produktnachhaltigkeit“ ist im Rahmen unserer doppelten Wesentlichkeitsanalyse nicht mehr als eigenständiges Nachhaltigkeitsthema zu betrachten, da dessen Kernaspekte üblicherweise in andere, spezifischere wesentliche Themen wie Energie, Klima, Gesundheit und Sicherheit der Verbraucher integriert sind oder dort behandelt werden.

Der Bundesverband Deutscher Fertigbau, einer unserer Geschäftspartner, wurde im Zuge der Finalisierung und Validierung der Ergebnisse der doppelten Wesentlichkeitsanalyse (DMA) hinzugezogen. Dieser Beitrag hat uns dabei geholfen, unsere Bewertung an den Erwartungen der Interessengruppen auszurichten. Weitere Informationen über den Bundesverband Deutscher Fertigbau finden Sie unter: https://www.fertigbau.de.

Hager Group Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht 2024/25 – Brief des Vorsitzenden des Aufsichtsrats – Brief des Chief Executive Officer – Elektrifizierung der Welt von morgen – 70 Jahre Hager – ein Grund zu feiern – Hager auf einen Blick – Marktrückblick – Unser Geschäft – Nachhaltigkeitsbericht 2024/25 – Einleitung – Wesentlichkeitsanalyse – E3: Eine integrierte Nachhaltigkeits­strategie – Ethik: Integrität in ethischer Unternehmensführung – Unsere Mitarbeiter und unsere Kultur – Umwelt: Klima- und Umweltschutz – Inhaltsindex – Kontakt / Impressum –